AmiGo, Technologie

Der «Remote Assistance Officer» behält die Fahrzeuge im Blick

Aktuell sind die AmiGo-Fahrzeuge mit Sicherheitsfahrerinnen und Sicherheitsfahrern hinter dem Steuer unterwegs. Sobald das System ausreichend trainiert und getestet ist, werden die Fahrzeuge ohne Fahrpersonal an Bord verkehren. Unbeaufsichtigt sind sie dennoch nicht: Sie bleiben jederzeit von Fachpersonen des Betriebs remote, also aus der Distanz, überwacht und werden bei Bedarf unterstützt.

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Parkierte gelbe AmiGo-Fahrzeuge in einer Reihe

Schrittweise zum Betrieb ohne Sicherheitsfahrpersonal

In der aktuellen Projektphase fahren die AmiGo-Fahrzeuge bereits automatisiert - in jedem Fahrzeug sitzt eine Sicherheitsfahrerin oder ein Sicherheitsfahrer hinter dem Steuer, die das Training begleiten und bei Bedarf das Steuer unterstützend übernehmen können. Die Erfahrungen aus den Fahrten werden laufend ausgewertet. So kann das Fahrverhalten des Systems schrittweise überprüft und weiter verbessert werden. Erst wenn die Fahrzeuge ausreichend trainiert sind, den notwendigen Sicherheitsnachweis erbracht haben und die Freigabe des Bundesamts für Strassen ASTRA vorliegt, wird das Sicherheitsfahrpersonal aus dem Fahrzeug genommen. 

AmiGo-Fahrzeug Cockpit
Noch werden die Fahrzeuge durch Sicherheitsfahrpersonal begleitet. Später wird die Begleitung der Fahrzeuge aus der Distanz übernommen.

Der Remote Assistance Officer begleitet jedes Fahrzeug

Die AmiGo-Fahrzeuge werden stets menschlich begleitet - auch wenn später keine Sicherheitsfahrerin und kein Sicherheitsfahrer mehr an Bord sitzt. Das Fahrverhalten und die Verkehrssituation werden von einer speziell ausgebildeten Fachperson kontinuierlich überwacht. Benötigt ein Fahrzeug Unterstützung, kann dieser sogenannte «Remote Assistance Officer» die Situation anhand der übermittelten Informationen beurteilen und geeignete Schritte einleiten.
Diese Fachperson kann das Fahrzeug beispielsweise anweisen, sicher anzuhalten oder seine Route neu zu berechnen. Sollte ein Fahrzeug in einer Verkehrssituation zum Stillstand kommen, kann es vom «Remote Assistance Officer» dabei unterstützt werden, sich aus dieser Situation herauszubewegen. Auch die Fahrgäste können jederzeit um Unterstützung bitten: Über einen Knopf im Fahrzeug stellen sie direkt den Kontakt zu einer Fachperson her und erhalten bei Fragen Unterstützung. 

Kamera-Sensor am AmiGo-Fahrzeug
Mithilfe zahlreicher Sensoren an den Fahrzeugen wird die Umgebung laufend geprüft und das Fahrverhalten entsprechend angepasst. Der «Remote Assistance Officer» kann auf diese Daten zugreifen und bei Bedarf unterstützen.

Neue Aufgaben für erfahrene Mitarbeitende

Für die Begleitung der Fahrzeuge aus der Distanz werden heutige Sicherheitsfahrerinnen und Sicherheitsfahrer gezielt weitergebildet. Sie bringen wertvolle Erfahrungen aus den Testfahrten mit, kennen die Fahrzeuge und sind mit den besonderen Bedingungen im Einsatzgebiet vertraut. Dieses Wissen können sie später in einer neuen Funktion für die Fernüberwachung einsetzen. So entstehen mit dem automatisierten Fahren auch neue, langfristige Jobprofile.
Die zuständigen Fachpersonen befinden sich im AmiGo-Depot in Altstätten. Die Überwachung der Fahrzeuge erfolgt somit direkt aus der Region und durch Personen, die mit den schweizerischen Verkehrsregelungen vertraut sind. Diese lokale Verankerung ist ein wichtiger Bestandteil für den zuverlässigen Betrieb von AmiGo.

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