Pilotprojekt Cristal in Gland, VD
Das Projekt wurde im Herbst 2024 durchgeführt
Das Projekt Cristal in Gland hatte zum Ziel, einen neuen Service zu testen, der den bestehenden Linienbetrieb ergänzt. Dabei wurde ein neuer flexibler Fahrzeugtyp, die «Cristal»-Shuttles, in verschiedenen Konstellationen getestet: Auf einer festen Linie und im On-Demand Flächenverkehr.
Ausgangslage
Einerseits verkehrte eine fahrplanmässige, feste Linie auf einem bewilligten Streckenabschnitt unter der Woche während der Stosszeiten von 6.00 bis 9.00 Uhr und von 16.00 bis 19.00 Uhr. Auf diesem Streckenabschnitt fuhren die modularen Shuttles einzeln oder es wurden ein, zwei oder drei Module angekoppelt. Auf diese Weise wurde die Flexibilität dieser Personenwagenart erprobt.
Andererseits verkehrte zu Randzeiten und samstags ein einzelnes Shuttle im On-Demand-Modus. So konnten die Nachfrage des Tür-zu-Tür-Modus in der entsprechenden Zone ermittelt und die Nutzung der digitalen App getestet werden.
Ziele
- Es werden Erfahrungen mit neuen Technologien für den digitalisierten On-Demand-Verkehr auf der ersten und letzten Meile gesammelt.
- Erkenntnisse zum Kundenverhalten, der Kundenakzeptanz und der Zahlungsbereitschaft bei der Benützung der Shuttles.
- Validierung der technischen Machbarkeit und in deren Umfeld.
- Studie zur Entwicklung des städtischen Verkehrs Gland konsolidieren, damit die Behörden Entscheide fällen können.
Spezifische Ziele für die Testphase:
- Geografische Validierung der betreffenden Orte und der potenziellen Hindernisse oder Einschränkungen.
- Das Interesse der ergänzenden Zielgruppen (B2B).
- Die Eignung der jeweiligen Fahrzeuge für den 2- oder 3-Modul-Anghängerbetrieb.
Ergebnisse
Sowohl bei Ortsansässigen als auch bei Fahrgästen auf der Durchreise stiess Cristal auf grosses Interesse. Die Fahrgäste tauschten sich aktiv mit den Fahrerinnen und Fahrern aus und befragten sie zu Reservation, Bezahlung, Fahrplan und das weitere Vorgehen im Pilotprojekt. Viele Selfies und Fotos wurden auf Social Media geteilt und belegen die Beliebtheit des Service.
Die Kombination von On-Demand und festen Linien hat gezeigt, dass sich die beiden Modelle ideal ergänzen – zu Stoss- und zu Randzeiten.
Das Pilotprojekt machte die verschiedenen Gemeinden und potenzielle Besteller neugierig.
Quantitative Rückmeldungen, wichtigste Zahlen über sechs Wochen:
Feste Linie:
1730 Fahrgäste auf der festen Linie
On-Demand
- 1621 Fahrgäste im dynamischen On-Demand-Verkehr
- 974 absolvierte Fahrten
- 95,5% pünktliche Ankünfte
- Poolingrate von 2
- Kundenbewertungen: Note 4,9 von 5
- 90% Buchungen via App, 10% telefonisch
Gebiet und Betriebszeiten
Feste Linie und fester Fahrplan: zu den Stosszeiten von 6.00 bis 9.00 Uhr und von 16.00 bis 19.00 Uhr, mit zwei oder drei Shuttles im Pendelbetrieb.
On-Demand: zu Randzeiten von 9.00 bis 16.00 Uhr und von 19.00 bis 22.00 Uhr sowie am Samstag von 8.00 bis 23.00 Uhr als Einzelfahrzeug.
Pro Shuttle können 12 Personen befördert werden, davon 4 auf Sitzplätzen + 1 Platz in der Fahrerkabine, das heisst 12 Reisende pro Einzelshuttle, 24 im 2-Modul-Anghängerbetrieb und 36 Personen im 3-Modul-Anghängerbetrieb.
Reaktionen und Artikel
Weiterentwicklung
Aktuell werden Auswertungen und Alternativen geprüft, um das weitere Vorgehen ab 2026 zu definieren